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Hallo zusammen, ich bin Ralf – in manchen Foren oder Community-Projekten könnte man mich auch als „Kithar“ kennen. Ich spiele seit 1994 Pen-&-Paper-Rollenspiele und habe damals mit DSA 3, Shadowrun und Call of Cthulhu angefangen. Eine meiner liebsten Anekdoten: Meine erste Frage damals beim Einstieg war nicht etwa „Darf ich mal mitspielen?“, sondern direkt „Darf ich auch mal leiten?“ – Ein ziemlich klares Zeichen, wo meine Leidenschaft liegt.
Inzwischen spiele ich eine bunte Mischung: Von actionreichen Systemen wie Broken Compass oder Star Wars bis hin zu atmosphärisch schöner Fantasy (Splittermond) oder klassischem Horror (Cthulhu).
Die Welt von Markus Heitz‘ Zwergen habe ich mitten in meiner DSA-Hochphase entdeckt. Damals haben die Romane dem kleinen Volk eine neue Tiefe gegeben, die mich beeindruckt hat. Als Cat mich dann vor einiger Zeit gefragt hat, ob ich Lust hätte, beim Projekt mitzuarbeiten, war ich dankbar für die Chance, diese Begeisterung weitergeben zu können.


Besonders liebe ich es, durch das Schreiben Atmosphäre zu erzeugen. Ich frage mich: Wie riecht die Luft in einer Szene? Wie fühlt sich das Atmen in einer verlassenen Mine an? Mein Ziel ist es, Bilder im Kopf der Leser*innen entstehen zu lassen – Kopfkino, das auch ohne Illustrationen funktioniert. Wenn das gelingt, bin ich zufrieden.
Für die Zwerge habe ich die Vierten beschrieben. Was mich an diesem Stamm besonders gereizt hat: Sie brechen am stärksten mit dem typischen Bild der axt- und hammerschwingenden Zwergenkrieger. Statt rauer Kriegslieder und Schmiedekunst geht es bei ihnen um Präzision, Harmonie und Geduld. Und genau das macht sie für mich so spannend.
Herausfordernd war dabei vor allem, dass die Vierten in den Romanen, besonders in den ersten Bänden, eher negativ konnotiert sind. Bislipur spinnt Intrigen, Goïmgar ist ein Feigling, und darüber hinaus erfährt man nur wenig über diesen Stamm. Wie also schafft man es, ihnen dennoch eine eigene, glaubwürdige und coole Identität zu geben?
Mein Ziel war es, Zwerg*innen zu beschreiben, die man gerne spielen möchte, die jedoch aus einer Gemeinschaft kommen, die sich spürbar von den anderen Stämmen unterscheidet – und dennoch durch und durch zwergisch bleibt. Das war gar nicht so leicht, aber mit dem tollen Feedback aus dem Team und den inspirierenden Ideen, die sich im Austausch entwickelt haben, haben wir es – so denke ich – geschafft, den Vierten einen würdigen Platz unter Vraccas’ Kindern zu sichern.

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