Moin zusammen,
ich bin Jan Rüther aka Fasti, und da ich im Werkstattbericht zu den Dritten bereits ein wenig über mich erzählt habe, steigen wir direkt ein:
Die Fünften waren mein erster Text: Die Nachkommen Giselbarts haben es direkt geschafft, mich tief in das Setting hineinzukatapultieren. Dazu muss ich erklären, dass wir entschieden haben, dass grundsätzlich jede Abstammung als Charakter spielbar sein soll. Entsprechend musste es Überlebende der Fünften geben. Auch wenn dies nicht explizit in den Büchern Erwähnung findet, ist es nachvollziehbar, dass nicht alle Fünften bei dem Fall des Steinernen Torwegs zugegen waren, und ebenso, dass vielleicht einige wenige den Horden Tions entkommen konnten.
Zunächst war mir wichtig, das Reich der Fünften nicht nur nach dem Fall und dem Einzug des Toten Landes zu beschreiben, sondern auch ein wenig von dem vergangenen Glanz zu zeigen. Danach entschied ich mich, das Schicksal der Überlebenden anhand ihrer Flucht zu erzählen. Das ist der längste Textteil zu Giselbarts Erben geworden, und ich musste feststellen, dass die Musik, die ich während des Schreibens gehört habe (der sehr düstere Soundtrack zu Tainted Grail), einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Atmosphäre des Textes hatte. Die Ärmsten haben entsprechend einiges durchgemacht: Flucht, Ablehnung, Ausgrenzung. Es waren so viele negative Erfahrungen, dass ich anfangs gezweifelt habe, ob ich das nicht komplett wieder umschreiben sollte. Nachdem ich aber zweimal drüber geschlafen hatte, stellte ich fest, dass ich ziemlich Lust hatte, einen “Underdog” der Fünften zu spielen, gestählt durch ein Schicksal, so gnadenlos wie Hammer und Amboss. Eigentlich doch genau das, was man erreichen möchte, oder? Also blieb der Text bestehen und die Beschreibung der Fünften liegt bereits in der Kommentierung. Nun freue ich mich schon sehr darauf, später Feedback von allen Fans der Fünften dazu zu bekommen.